Unter den steil abfallenden Felsenwänden und ihren Terrassen schlängelt sich die enge, felsige Küste des Karsts vor dem Hintergrund des Mittelmeers dahin. Die kleinen charakteristischen Häfen werden von Felswänden mit über 200 Metern Höhe flankiert. Es handelt sich hier um eine einzigartige Landschaft, die den Vergleich mit den schönsten Felsenküsten des Mittelmeerraums nicht scheuen muss. Eine Landschaft der Prof. Rado Bednarik 1956 mit den folgenden dichterisch anmutenden Worten ein Denkmal setzte:
„Dort oben über der Straße, über dem Grat, ab Aurisina fällt das Felsenmeer des Karsts steil ab, dort auf diesen Hängen wird dicht an dicht Wein angebaut. Besonders jetzt im Herbst erstrahlen sie golden und die süßen dunkelroten Trauben schimmern. Weine wie der Teran und der Prosecco, oder „Vinum Punicum“ wie er von den römischen Kaiserinnen, die ihn sehr zu schätzen wussten, genannt wurde, werden hier angebaut. Schritt für Schritt fällt der Hang nach unten ab, dem Meer entgegen. Auf den Wiesen reifen die Feigen, die Mandeln und einst auch die Früchte des silberfarbenen Ölbaums. Enge und steile Wege von Mauern begrenzt schlängeln sich, winden sich nach oben, den Weinbergen entgegen. Der bräunliche Mergel birst in der sommerlichen Hitze, die weißen Steine des Karsts funkeln mit einer Intensität, die zu blenden vermag. Im Eichenwald zirpen die Zikaden, das Meer bricht an den Dämmen und an den Felsmassen, die von den Hängen des Karsts bis zum Ufer rollten.
Die Menschen, die in den kleinen, auf den Hängen verstreuten Häusern und Hütten leben, lauschen verwundert diesem ewigen Gesang. Hier leben Menschen, die bis vor kurzem die Erde des festen Bodens für die Weinreben auflockerten und Fischernetze ins Meer warfen. Typisch sind die Siedlungen, die halb von der Landwirtschaft und halb von der Fischerei geprägt sind: von Barcola, Contovello, Prosecco bis hin zu Sistiana und Duino. Einst waren die Häuser hier aus unbearbeitetem Stein gebaut und die Dächer aus Schiefer mit hohen hervorstechenden Schornsteinen.” Heute befinden sich an der selben Küste, die der Geburtsort des Proseccos ist, moderne touristische Anlagen und zahlreiche kleine Häfen.